Bali Reisterrassen

Der Anbau von Reis hat auf Bali eine extrem lange Tradition. Reis dient vornehmlich als Grundnahrungsmittel, wird allerdings noch immer als Zahlungsmittel eingesetzt und sichert vielen Balinesen den Lebensunterhalt. Es gibt zahlreiche Reisbauern, welche seit mehreren Generationen durch äußerst anstrengende und zeitaufwendige Arbeit Reis anbauen. Kaum verwunderlich, dass das Landschaftsbild sehr stark von Reisterrassen dominiert wird. Beinahe ein Viertel der kompletten Insel ist mit Reis kultiviert. Im Jahr 2012 wurden die Reisterrassen auf Bali sogar als UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Die Balinesen selbst bezeichnen sie auch gerne als Himmelstreppen der Götter.

Bali Reisterrassen

Die schönsten 3 Reisterrassen von Bali

Tegallalang Rice Terrace

Die Tegallalang Rice Terrace gehört aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zu der Hauptstadt Ubud zu den beliebtesten Reisterrassen Balis. In nur 20 Fahrminuten können die beeindruckenden Terrassen vom Ubud Market aus erreicht werden. Die Tegallalang Rice Terraces zählen zu den schönsten und besucherfreundlichen Reisterrassen der Insel. Nicht nur optisch bieten sie mit ihren riesigen terrassenförmigen, tiefgrünen Feldern, durchzogen von herrlichen Kokospalmen, alles, was eine schöne Reisterrasse ausmacht. Gut ausgebaute Pfade führen an den Terrassen entlang. Sie ziehen sich vom vorderen Bereich bis tief in die Reisfelder hinein. Im Eingangsbereich befinden sich einige Shops und zahlreiche nette Cafés, von welchen sich eine herrliche Aussicht über die üppige Landschaft bietet. Ein Geheimtipp sind die Tegallalang Rice Terraces jedoch nicht mehr. Sie zählen zu den gut besuchten touristischen Attraktionen der Insel. Aufgrund dessen sind sie jedoch auch sehr besucherfreundlich und perfekt ausgebaut. Die meisten Reisenden halten sich jedoch im Randbereich der Geschäfte und Lokale auf, so dass Ruhesuchende etwas Einsamkeit in den tiefer gelegenen Bereichen innerhalb der Reisterrassen finden können.

Jatiluwih Rice Terrace

Die Jatiluwih Rice Terraces liegen in der Mitte Balis, weit abgeschieden, nahe Ganung Batukaru. Weit im Hinterland gelegen, befinden sich in unmittelbarer Umgebung nichts als Farmland und kleinere Dörfchen der Einheimischen. Hier können Reisende das pure und ursprüngliche Bali erleben. Denn auch, wenn der Tourismus in dieser Gegend nach und nach anrückt, sind die Jatiluwih Rice Terraces weit davon entfernt, überlaufen zu sein. Mit einer Fläche von 600 Hektar sind sie die größten Reisterrassen Balis. Es erfordert ein wenig Mühe, die Jatiluwih Rice Terraces zu erreichen. Geführte Touren werden hierher, wenn überhaupt, nur im Zuge einer Inselrundfahrt angeboten. Ein eigener Mietwagen oder die Anmietung eines privaten Fahrers sind nötig, um die abgelegenen Reisfelder zu erreichen. Hier haben Reisende die Möglichkeit, Bali von einer ganz anderen Seite zu entdecken und mit echten indonesischen Farmern ins Gespräch zu kommen. Es bietet sich an, einige Tage lang in der Region zu verbleiben. Wenige von der Community geführte Gästehäuser bedienen auf authentische Weise den raren Andrang abenteuerlustiger Urlauber.

Belimbing Rice Terraces

Am Belimbing Village liegen die Belimbing Rice Terraces, direkt vor der atemberaubenden Kulisse des Batukaru Mountain. Belimbing Village zählt zu den traditionellen Dörfern Balis. Es liegt 600 Meter über dem Meeresspiegel und gehört ebenfalls zu den Besichtigungshighlights der Gegend Tabanan Regency, im Westen der Insel. Diese herrlich angelegten Reisterrassen, inmitten tropischer Randbepflanzung, vor beeindruckender Bergkulisse, zählen wohl zu den schönsten Balis. Das Rice Paddy Trekking gehört zu den Highlights einer jeden Besichtigung. Diese Wanderung führt tief in die satt-grünen Reisfelder hinein und erlaubt Besuchern lokalen Farmern, inmitten der Natur, bei der Bestellung der Reisfelder zuzuschauen. Eine weitere Attraktion sind die an den Reisfeldern gelegenen Wasserfälle, Singsing Bemben and Singsing Sade.

Alle Terrassen auf einem Blick auf der Karte:

Was Sie sonst noch über Reisterrassen wissen sollten

Reisbauer auf Reisterrassen beim Reis-Anbau

Der Reis-Anbau setzt Handarbeit voraus, insbesondere im Hinblick auf die Bewässerungstechnik sind die Reisbauern allerdings äußerst modern. Die Techniken zur Bewässerung sind Komplex und unübertroffen. Das Bewässerungssystem leitet das Wasser aus den Bergen und dann über Gräben von der einen Terrasse bis zur nächsten. Die Wassergräben sind teilweise extrem kunstvoll angelegt und somit auch optisch ein Highlight. Jährlich finden drei Ernten statt, was vor allen Dingen dem Monsun zuzuschreiben ist. Die Vulkanböden sind außerdem sehr fruchtbar und eignen sich wunderbar, um verschiedene Reis-Sorten anzubauen.

Tipp: Mit den hier veröffentlichten Rundreisen erleben Sie Bali von einer atemberaubenden und authentischen Seite. Bestaunen Sie die idyllischen Reisterrassen nicht ausschließlich aus der Ferne sondern erleben Sie Sie hautnah und erfahren alles, was Sie wissen sollten.

Reiseplanung